Karnevalskostüme aus Africa - Hergestellt in Labé, Guinea

     

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Eine Geschichte von zwei Städten

Labé ist eine Stadt in Afrika, im Norden Guineas. Die Stadt, mit ihren ungefähr 150.000 Einwohnern, liegt in einem gebirgigen Gebiet namens Fouta Djallon. Die Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft, Handel und Handwerk.

„Minsch“ ist eine Variante des deutschen Wortes „Mensch“ in dem lokalen Dialekt der Stadt Köln. Es bedeutet „Menschliches Wesen“, egal ob Mann oder Frau. Köln liegt im Westen von Deutschland, im Rheintal. Die Stadt hat ungefähr eine Million Einwohner und ist nicht nur als deutsche Hauptstadt des Karnevals weltbekannt, sondern auch durch das berühmte Parfüm „Eau de Cologne“.

Wie alles anfing

Während der Karnevalferien tragen die Bewohner Kölns alle möglichen Arten von fantastischen vielfarbigen Kostümen. Unter den verschiedenen Arten von Kostümen gibt es eines namens „Lappenclown“ oder „Lappenmann“. Kostüme dieser Art werden aus Restposten von Schneidereien gefertigt. Darum wird diese Art von Kostümen meistens von den ärmsten Mitgliedern der Gesellschaft gemacht und getragen.

 

Der erste Schritt

Vor diesem Hintergrund entschied ein Kölner Entwicklungshelfer, der in einem Entwicklungsprojekt mit Labé arbeitete, ein erstes Lappenclownkostüm zu bestellen, gemacht aus den bunten Stoffen, die üblicherweise in Afrika getragen werden. Mithilfe einer Entwicklungsorganisation, die unter anderem das regionale Handwerk unterstützt, wurde eine Schneiderei gefunden und beauftragt, das Kostüm zu fertigen. Damit entstand das erste Labé-Minsch-Kostüm!

Das erste Labé-Minsch-Kostüm zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Es dauerte nicht lange bis andere Karnevalskostüme bestellt wurden. Eine Boutique namens „Chamäleon“, die sich in der Nähe der Kölner Innenstadt auf den Verleih von Karnevalskostümen spezialisiert hat, äußerte Interesse an dem Verkauf der Labé-Minsch-Kostüme. Dieses Geschäft organisierte auch Werbung in der lokalen Presse und während der Hauptsaison des Karnevals. Das Ergebnis war, das die Nachfrage schnell das Angebot überstieg.

Perspektiven

Die Produktion von Karnevalskostümen aus Labé ist dabei, einen weiteren Kunden- und Zielgruppenkreis anzusprechen. Erstens sind neue Produkte eingeführt worden, wie zum Beispiel Kostüme für Kinder. Zweitens ist diese Internetseite mit Blick auf Absatzmärkte auf der ganzen Welt entwickelt worden. Drittens, das Projekt hat eine Partnerschaft mit der im Jahre 2010 gegründeten Niederlassung von SOS Kinderdorf in Labé etabliert. SOS Kinderdorf erhält somit die Überschüsse aus dem Verkauf von Labé-Minsch-Artikeln in Deutschland und anderswo. Auf diese Weise wird ein Teil des Umsatzes nach Labé zurückgeführt, um Waisenkinder und andere Kinder zu unterstützen, die unter besonders schwierigen Bedingungen leben. Im Rahmen seiner familienorientierten humanitären Hilfe unterstützt das SOS Kinderdorf zur Zeit 600 Kinder, die in 225 extrem armen Familien leben (Situation in Feb. 2011). Dabei erhalten die Kinder medizinische Versorgung und Schulmaterial, während die (Adoptiv-) Eltern zu einkommenschaffenden Aktivitäten verholfen werden. Spenden aus Labé-Minsch-Erlösen werden verwendet, um Sportausrüstung zu kaufen, Bildungsausflüge zu organisieren und Sports- sowie Kulturveranstaltungen für die teilnehmenden Kinder und Familien zu finanzieren.

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